Beginne mit einem längeren Ausatmen, dann ruhiger Einatmung, wiederhole zweimal und zähle langsam. Dieses einfache Muster reduziert körperliche Alarmreaktionen, schafft Raum im Kopf und bringt dich in Kontakt mit dem gegenwärtigen Moment. Anschließend kehre zu einer einzigen, präzisen Aufgabe zurück. Der stoische Kern: Du steuerst die Reaktion, nicht die Welt. In nur einer Minute wird das spürbar, ohne spezielle Ausrüstung, jederzeit, überall, sogar zwischen zwei Sätzen im Gespräch.
Frag dich leise: Was liegt heute in meiner Kontrolle, was nicht? Benenne nur ein konkretes, beeinflussbares Element und formuliere einen ersten machbaren Schritt. Diese gedankliche Klärung löst den Knoten aus Hilflosigkeit und vager Angst. Der Rest darf vorübergehend ruhen. Der Geist beruhigt sich, weil er Handlungsfähigkeit spürt. Der Körper folgt, Spannungen lassen nach. Wonach du strebst, ist nicht perfekte Ruhe, sondern lenkbare, ausgerichtete Energie, die sich auf Wesentliches konzentriert.
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